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Gemeindebau im Vorzimmer zum BalkanSlowenien gehört geschichtlich gesehen zu Mitteleuropa. Durch die slawische Sprache und im 20. Jahrhundert durch Staatsgebilde war es mit den Südslawen verbunden und wurde insbesondere von 1946 – 1991 vom kommunistischen Titostaat Jugoslawien geprägt. Slowenien kann als eine Drehscheibe zwischen den Südslawen und den Mittel- und Westeuropäischen Nationen gesehen werden. Als slawisches Volk hat es eine natürliche Beziehung zu den anderen Slawen Südosteuropas und gleichzeitig die Fähigkeit, sich den Formen und Normen Mittel- und Westeuropas anzupassen. Im jugoslawischen Staat galt es als der fleissigste und erfolgreichste Teilstaat und erwirtschaftete im Verhältnis weit mehr als jeder andere Teilstaat. Während der Herrschaft Titos wurde Slowenien stark industrialisiert. Nach dem Zerfall Jugoslawiens im Jahre 1991 gingen die Märkte im Südosten verloren und für den Westen konnte man nicht immer den hohen Qualitätsansprüchen genügen. Der junge Staat kämpft mit Kapitalmangel und das verzögert den Aufbau neuer Wirtschaftszweige und Technologien, was sich besonders in den Industriegebieten zeigt. Dennoch macht Slowenien alle Anstrengungen, um in den nächsten Jahren Mitglied der Europäischen Union zu werden. Starke Wirtschaftspartner sind Österreich und Italien, welche auch an Slowenien angrenzen. Eine neue Generation kommt in Slowenien hervor. Sie hat die Möglichkeit, sich nach dem Westen, nach dem aufkommenden Materialismus und Erfolg auszustrecken oder nach der Herrlichkeit Gottes – wenn sie angeboten wird. . Der Mangel an geistlicher Nahrung ist groß. Da die slowenische Volksgruppe nur 2 Millionen Menschen umfasst und derzeit nur ca. 1.000 Menschen wiedergeborene Christen sind, besteht ein Mangel an geistlichen Medien (Bücher, Kassetten, Videos) und an geistlichen Leitern. Die wenigen, bestehenden christlichen Gruppen brauchen Hilfe durch starke Dienste von auswärts, vor allem apostolische und prophetische Dienste, damit sich auf guten Fundamenten rasch starke Gemeinden entfalten können. FaktenSlowenien GeschichteSeit 1991 ist Slowenien eine eigene Nation, losgebrochen vom früheren Jugoslawien, und findet langsam seine Identität. Unter den 250 Millionen Slawen, die sich in Westslawen, Ostslawen und Südslawen aufteilen, haben die 2 Millionen Slowenen nur einen kleinen Anteil unter den Südslawen. Ab dem 6. Jahrhundert besiedelten die Südslawen die Balkanhalbinsel bis zum Alpenraum. Schon 772 gerieten die Slowenen unter die Oberhoheit der Herzöge aus Bayern und dann der Karolinger. Es folgten eine starke deutsche Besiedlung und die Eindeutschung eines großen Teils der Slowenen. Damals wurde die Grundlage für die katholische Ausrichtung der Slowenen gelegt. Seit dem 13. und 14. Jahrhundert gehörten die Slowenen zum Habsburgerreich. Während der Zeit der Reformation wirkte in Slowenien Primoz Trubar (1508 – 1586) und legte mit seinen Übersetzungen des Neuen Testaments und anderer Schriften in die slowenische Sprache die Grundlage für die slowenische Literatur. 1918, nach dem ersten Weltkrieg, schlossen sie sich mit den stammverwandten Serben und Kroaten zum Königreich Jugoslawien zusammen. Von 1946 bis 1991 war Slowenien ein Teilstaat Jugoslawiens. Seit 1991 ist Slowenien ein unabhängiger Staat.
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