Gemeindebau in einer schicksalhaften Stadt
Bosnien und die Stadt Sarajevo sind ein zentraler Punkt am Balkan, wo sich
Nationalitäten, Religionen und Kulturen wie Fäden verknotet haben. Die
Gemeinden und Kirchen im ehemaligen Yugoslawien sind oft die konservativsten
in Europa. Bosnien hat weniger Christen als fast alle Länder Europas und die
Muslime sind dort die am wenigsten mit dem Evangelium erreichten Menschen in
Europa. Während des
verheerenden Balkankriegs lag Sarajevo jahrelang im Brennpunkt des Geschehens.
Heute ist die Stadt vorwiegend moslemisch. Auffallend sind die neuen Minarette, die in
den Himmel ragen, und die Präsenz der UNO, die dem Staat Bosnien-Hercegovina einen
gewissen Zusammenhalt gibt.
In Sarajevo gibt es kaum lebendige Christen. Dafür begann Elivra das Evangelium zu
leben und zu verkündigen, mitten in einem moslemischen Viertel. Vor allem die Kinder
fühlten sich hingezogen zu Jesus. Sie wurden so von der Gnade Gottes berührt, dass sie
wie kleine Lichter brannten und die Herzen ihrer Eltern anzuzünden begannen.
Man traf sich im Wohnzimmer und die Gruppe begann zu wachsen. Vor allem erlebten die
traumatisierten Bewohner von Sarajevo grossen Frieden, als sie Jesus annahmen. Serben,
Bosnier, Kroaten, Moslems, Kommunisten, Katholiken, Orthodoxe fanden in Christus zu einer
wunderbaren Einheit zusammen. Zu vielen von ihnen spricht Gott durch Träume.
Neuerlich begann sich die Gruppe in weitere Gruppen aufzuteilen. Man trifft sich in den
kleinen geistlichen Familien und erlebt Gottes Wirken miteinander und untereinander. Gott
kommt in die Herzen, er kommt ins Wohnzimmer und das zieht die Nachbarn und Freunde
herbei.
So bringt Gott Frieden in eine Stadt, die vom Krieg zerrissen und zerstört wurde. Die
Vision geht weit über das augenblickliche Geschehen hinaus, denn Sarajevo ist eine
Schlüsselstadt für den Balkan und soll durch Gottes Kraft verändert werden, damit ganz
Bosnien und Hercegovina von der frohen Botschaft erreicht werden und die umliegenden
Nationen die Herrlichkeit Gottes erkennen.
Fakten
Bosnien-Hercogovina (Föderation)
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Fläche:
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51.129 km2
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Bevölkerung:
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3.7 Millionen; 51% Muslimisch-Kroatische
Förderation, 49% Serbisch Autonome Republik.
Davon sind 43.7% Bosniaken, 31.4% Serben, 17,3% Kroaten und 5.8% aus
anderen Volksgruppen. |
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Hauptstadt:
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Sarajevo mit ca. 400.000 Einwohnern.
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Geschichte von Sarajevo und Bosnien
Der Name Sarajevo wurde weltbekannt durch das "Attentat von Sarajevo", das
den Ersten Weltkrieg auslöste. Jener 28. Juni 1914 war der orthodoxe Sankt-Veits-Tag und
zugleich der 525. Jahrestag der Schlacht auf dem Amselfeld (Kosovo), die für Jahrhunderte
über das Schicksal der Balkanvölker entschied.
Von 1435 bis 1878 war die Stadt unter türkischer Herrschaft und das zeigt sich in den
80 Moscheen, den Basaren und alten Gassen. Von 1878 bis zum Ende des 1. Weltkriegs war
Bosnien unter österreichischer Verwaltung und die Stadt bekam ihre modernen Grundlagen.
Unter der Herrschaft Titos, nach dem 2. Weltkrieg, wuchs die Stadt weiter und wurde zum
kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Zentrum von Bosnien. Ein Drittel der
Bevölkerung war jeweils moslemisch, griechisch-orthodox und katholisch.
Heute, nach dem Balkankrieg, ist Bosnien-Hercegovina ein unabhängiger Staat, der mit
vielen Schwierigkeiten kämpft und durch die Anwesenheit der UNO zusammengehalten wird.
Die Stadt Sarajevo selbst ist vorwiegend moslemisch geworden.
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